Mit Dr. Claudia Zech über Consulting, WissKomm und Lernstrategien
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00:00:02: Forschungsimpuls, der Wissenschafts-Podcast.
00:00:24: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge ForschungsImpuls.
00:00:27: und wir bleiben in dem interdisziplinären Sommermodus, in den wir hineingestartet sind!
00:00:33: Und ich begrüße ganz herzlich bei mir heute Dr.
00:00:36: Claudia Zeig.
00:00:37: Hallo Claudi.
00:00:38: Hallo, ich freue mich schön dass ich dabei sein darf
00:00:42: Total gerne.
00:00:43: Ehrlich gesagt, versuchen wir schon seit längerem und es ist meine Schuld diesen Termin hinzubekommen ja muss nochmal verschieben.
00:00:50: ich glaube aber Es ist unheimlich wertvoll dass wir uns heute mal hier treffen in dieser Episode.
00:00:55: erst Mal danke dafür.
00:00:57: und ich stelle dich gleich vor du stellst sich vielleicht selber auch noch ein bisschen vor Aber wir haben schon im Vorgespräch ein bisschen ausgelotet.
00:01:03: Ich glaube viele kennen dich.
00:01:05: wahrscheinender Ja deinem typischen handle auf youtube tiktok und instagram unter dr.
00:01:11: Claudie Curie.
00:01:12: Da drunter, ja das ist deine Personal Brand kann man sozusagen erstmal schnell einstehen oder?
00:01:16: Ja und in Summe weißt du wie viele Followerinnen und Followers du in Summa hast, weißt es auswendig?
00:01:23: Nee ich weiß nicht auswendige aber das können wir durchrechnen.
00:01:25: Neunzehntausend plus elftausend ist relativ einfach.
00:01:30: dann dreißig tausend plus fünftausendefünfunddreißigtausenden und wenn wir jetzt noch LinkedIn dazu nehmen dann sind wir bei neunund dreißigtausend.
00:01:40: Sehr gut, ich habe das gerade mit Unterstützung von KI hochrechnen lassen über alle Plattform.
00:01:44: Es sind genau vierzigtausend... Also jetzt nicht auf eine Zahl genau, aber vierzig tausend sehr gut!
00:01:49: Ja wo lernt man das?
00:01:50: Expert-Guess im Consulting Interview oder im Physikstudium?
00:01:54: Rechnen
00:01:55: in der Grundschule
00:01:56: Oder Grundschule.
00:01:57: Ja, ich musste nur gerade daran denken das ist auch im Konsulting wo wir auch gleich sowieso darüber sprechen wollen aus.
00:02:02: immer so kleine Fingerübungen sind wahrscheinlich in den Einstiegs Themen aber sehr schön.
00:02:06: ja das ist richtig toll du hast dir etwas sehr großes aufgebaut.
00:02:09: Aber steigen wir mal vorne ein.
00:02:12: Du bist promovierte Physikerin und hast über Operando oder heißt operand o Untersuchungen durchgeführt.
00:02:20: Das war wenn ich das alles richtig recherchieren konnte, dein Promotionsthema.
00:02:24: du warst auch als Postdoc unterwegs und bist heute Managerin bei Accenture auch weiter im Bereich Batterie, Batterieproduktion aber auch Stahl, Digitalisierung und Anbindung von ja Ich würde mal so sauausdrücken Stromnetzen und vielleicht auch Lastverteilung.
00:02:42: da Können Sie vielleicht gleich noch ein bisschen was auch zu erklären, was da einen ganzen professionellen Arbeitskreis dort ausmacht.
00:02:49: Aber nochmal ganz zurück, Operando-Untersuchungen nehmen wir uns einmal ganz schnell mit bitte Claudie.
00:02:53: Was hat sich dahinter verborgen in der Doktorarbeit?
00:02:56: Sehr gerne!
00:02:57: Genau ja was heißt Operando?
00:02:59: Untersuchung?
00:03:00: das klingt vielleicht für einige erstmal kryptisch aber es lässt sich ganz gut darstellen.
00:03:05: zum Thema Batterien oder um genauer zu sein, Akkus muss man ja sagen also wieder aufladbare Batterien.
00:03:12: Wie wir zum Beispiel in unserem Handy haben wissen wir ja mit der Zeit werden die schlechter.
00:03:16: Also wenn wir unser Handy neu kaufen dann brauchen wir das vielleicht nur aller drei Tage aufladen und nach drei Jahren vielleicht sogar zweimal an einem Tag?
00:03:24: Und die Frage ist natürlich warum ist das so?
00:03:26: weil wenn wir verstehen warum können wir es im optimalen Falle den Effekt verringern oder gar sozusagen verhindern.
00:03:33: Und wie untersucht man Batterien?
00:03:35: Man lädt sie, entlädt sie und dann öffnet man sie und schaut was hat sich verändert im Vergleich zum Anfangszustand.
00:03:41: Dann kann man natürlich sagen durch das Öffnen veränderst du ja selber auch das System.
00:03:46: Kann man denn sich das nicht anschauen während die Batterie geladen und entladen wird also ohne das System zu öffnen und damit zu stören.
00:03:54: Da gibt es eben die Begriffe in Situ-Verfahren dass man es eben stückweise anschaut aber auch nicht öffnete.
00:04:01: Und Operandoverfahren ist eben im Betrieb, die Untersuchung zu machen.
00:04:06: Also du kannst dann deine Batterie langsam laden oder entladen und währenddessen machst Du die Messungen und kannst sagen so bei Achtzig Prozent Lades Zustand sieht es so aus und bei Neunzig Prozent so.
00:04:18: Ich habe praktisch das Verfahren dafür entwickelt am Elektronenbeschleuniger mit Röntgen, Fluorescence und genau ist schon jetzt auch zehn Jahre her, aber war ein super Thema und hat auch viel Spaß gemacht.
00:04:33: Man merkt, du sprichst damit ganz viel Begeisterung von und ich glaube für alle die deine Kanäle vielleicht noch nicht kennen.
00:04:38: Das ist dann auch im Prinzip hier so mal der Chorsoval dorthin.
00:04:43: Du machst jede Menge Wissenschaftskommunikationen aber wollen wir auch gleich unbedingt auf einer Metaebene auch nochmal drüber sprechen.
00:04:49: Lass uns nochmal ganz kurz bei deiner Vita weiter stehen bleiben.
00:04:52: wie ging es für dich weiter nach der Doktorarbeit?
00:04:54: Und wir schielen natürlich schon ein bisschen auf das hier und jetzt Aber du warst erst einmal weiter in dem Wissenschaftssystem unterwegs
00:05:01: Genau, das ist dann die sogenannte Postdoc-Phase.
00:05:04: Also ich war dann weiter in der Wissenschaft sogar in der gleichen Gruppe wo auch promoviert habe und hab aber nicht nur Batterienuntersucht sondern eben auch mit Röntgenflurescent andere Dinge wie zum Beispiel Krebszellen oder Nanopartikel oder Halbleiter also ganz verschiedene Dinge.
00:05:21: und dort haben mich noch zwei Jahre weiter gearbeitet als Wissenschaftler sozusagen Genau.
00:05:28: Und dann habe ich mich dafür entschieden, mal was Neues sehen zu wollen.
00:05:32: Hatte aber weiterhin so das Gefühl, Batterie ist doch irgendwie mein Lieblingsthema und dachte so, ich google jetzt einfach mal ob es sowas gibt wie Unternehmensberatung zum Thema Batterien?
00:05:45: Und tatsächlich gab's das!
00:05:46: Dann hab' ich mich da beworben und bin dann dort eingestiegen und genau... Jetzt schon seit über vier Jahren dabei in der Unternehnensberätung Auch thematisch in vielen verschiedenen Energiebereichen jetzt schon gewesen.
00:06:00: Genau, jetzt zum Thema Übertragungsnetzbetreiber, Netzausbau, Digitalisierung des Netzaussbaus und ja habe sowohl also die Forschungseite gesehen als auch die Seite von der Unternehmensberatung und das ist schon wirklich spannend dass man dann auch mal Projekte von unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten kann
00:06:19: Und das finde ich vielleicht auch Grad jetzt mal hier in so einem Format eine schöne Gelegenheit.
00:06:23: Du sprichst ja sonst in deinen Formaten, sagen wir mal sehr konkret über einzelne vielleicht mal physikalische Phänomene die du vorstellst oder andere Themen aus Mindbereich und auch ganz viel über das Thema Lernmanagement was ich übrigens auch sehr spannend finde.
00:06:36: da habe ich gleich auch noch zwei drei Fragen an dich.
00:06:38: Ja aber erst einmal was du beschrieben hast zu diesem Werdegang und dieser Unterschiedlichkeit.
00:06:44: wie verhält sich das denn?
00:06:46: würdest du sagen dass man Unterschiedliche Skills abrufen muss in den Bereichen, oder sind es eher die gleichen?
00:06:52: Also ich meine Wissenschaft versus Industry oder Consulting.
00:06:56: Oder wie war für dich dieser Übergang?
00:06:59: Wie hast du das empfunden?
00:07:00: Ja, es sind schon sehr unterschiedliche Dinge und man muss unterschiedliche Fähigkeiten... Einbringen.
00:07:08: Genau das war aber auch der Grund, warum ich gewechselt habe, dass ich mir dachte, ich möchte mich auch persönlich noch mal weiterentwickeln und ganz anderes Skills auch persönlich entwickeln.
00:07:17: in der Wissenschaft ist so da hast du die Möglichkeit in bestimmte Bereiche sehr tief reinzugehen also wirklich an einem Phänomen ganz tief zu forschen und dich da reinzuknien.
00:07:28: über Tage Wochen oder auch Monate.
00:07:31: In der Wirtschaft ist es natürlich so, Projekt getrieben.
00:07:34: Wie viel Mittel sind da?
00:07:36: Und wie ist ja der Zeitraum, der begrenzte Zeitraum?
00:07:39: Das heißt also man geht vielleicht nicht so sehr in die Tiefe und da muss man auch selber immer schauen welcher Typ Mensch ist Mann und was gefällt einem.
00:07:48: Also viele wollen bis zum letzten Ende etwas durchtüfteln und dann sind sie genau in der Wissenschaft richtig weil Sie dort die Möglichkeit haben und dann vielleicht unzufrieden wären in der Wirtschaft.
00:08:01: Das war jetzt zwar gut genug, um das Projekt abzuliefern und auch sehr gut abzulehvern.
00:08:06: Aber es wäre noch mehr möglich in die Tiefe zu gehen.
00:08:10: Und es ist auch von der Schnelligkeit her meiner Erfahrung nach anders.
00:08:15: also in der Wirtschaft ist es oft sehr schnelllebig und einfach anders getrieben.
00:08:25: Das ist auch sehr spannend muss man auch mögen und man muss sehr flexibel sein.
00:08:30: Also da ist auch als Berater generell, je nachdem wie lange deine Projekte sind kann es auch sein so du hast jetzt zwei Monate ein Projekt wo du vielleicht remote arbeitest.
00:08:40: Dann hast du danach einen Projekt wo die jede Woche beim Kunden bist.
00:08:44: also diese Anpassungsfähigkeit die sollte gegeben sein auch wenn man sich für die Berater Karriere dann entscheidet oder den Beruf.
00:08:54: Ja, ich werde dir in diesem Podcast erstaunlich wenig gefragt.
00:08:57: Immer deshalb muss sich immer so autodidaktische oder autobiografischer Themen.
00:09:02: Muss ich dann immer meine Moderationsfrasen mit allen bauen?
00:09:04: Ich war ja im In-House Consulting tatsächlich auch länger als der Deal war.
00:09:09: Der Deal meiner Frau war – ich mach das zwei Jahre – wir wussten es sind immer mindestens fünf oder eher vierzehn Tagesreisen vielleicht auch mal drei Wochen oder vier Wochen und die waren eigentlich zwei Jahre.
00:09:20: Es sind dann fünf geworden.
00:09:22: Passenderweise hat eine Bekannte von uns in dem Zeitraum auch zu den Phänomen promoviert, was der psychologische Effekt ist aus der Beratung wieder rauszugehen.
00:09:30: Das habe ich selber gemerkt dass es gar nicht so einfach ist quasi nach diesem ja ich finde da auch ein Stück weit dem Adrenalin was dem ganzen Thema dann auch inne wohnt also die Geschwindigkeit des Hochmann wird auch sehr gefordert hat viele Pitchartige Situation würde man heute einfach sagen.
00:09:45: also sehr viele Ermanagement oder Exekutive Präsentationen die einen dann auch sehr fordern habe ich jedenfalls auch spannend empfunden.
00:09:52: Das ist gar nicht so einfach dann ja wieder in eine andere Rolle reinzugehen.
00:09:55: bei mir war dann irgendwann das Thema und hatten wir noch mal ein Digital Lab eben damals beim Mercedes war wo es dann für mich auch gut war, so ein bisschen wieder langsam den Abschrungen in Richtung akademische Welt zu bekommen.
00:10:08: Aber warum erzähle ich das?
00:10:09: Da gibt's eine lustige Übersteilung von uns beiden, von denen wir eigentlich nichts wissen!
00:10:12: Ich saß in Silicon Valley damals – das war so im Jahr zwei Tausendseventein, und aus meinem Fenster konnte ich schauen... Jetzt darf man sagen, so viele Jahre später auf einen kleinen Bereich.
00:10:23: da wurden Batterien erprobt Und da wurden den ganzen Tag, also Forschungs-Batterien hin und her gefahren.
00:10:29: Thema Automobil und Batterie.
00:10:31: ist das was?
00:10:32: Was dich auch interessiert oder bist du in ganz anderen Sektoren grundsätzlich unterwegs?
00:10:37: Genau!
00:10:37: Da habe ich ja praktisch die letzten Jahre drin gearbeitet.
00:10:40: Es gibt natürlich verschiedene Arten von Batterien.
00:10:43: Das waren jetzt nicht die Batterien für Haushaltsgeräte sondern es war eben die großen Gigafactories für dann letztendlich den Einsatz in zum Beispiel Elektroautos.
00:10:54: Ja, war das die letzten drei Jahre viel mein Thema und genau dann habe ich mich letztes Jahr nach anderen Themen umgeschaut.
00:11:02: War dann kurz zum Thema Steilproduktion in einem Projekt was auch super spannend war mal in so ein Bereich reingehen zu dürfen dass es sowieso so ein großer Vorteil vom Beraterberuf, dass man ganz unterschiedliche Dinge kennenlernt also zb unterschiedliche Industrien, unterschiedliche Firmen, unterschiedlicher Arten von Menschen Und genau, bin dann jetzt bei den Übertragungsnetzbetreibern gelandet.
00:11:28: Alles der spannende Industrien und sehr vielfältig auch!
00:11:33: Und ich glaube dieser Wechsel zwischen den Industrien und vielleicht wenn es international ist dann eben auch Kulturen und Sprachen der verlangt einem natürlich immer wieder was ab, dass man sich schnell darauf einstellt.
00:11:42: Aber ich gehe noch mal zurück so auf diesen Einstieg von deiner Vita.
00:11:45: Ist das letztlich habe ich gedacht als du ausgeführt hast nicht in der Wissenschaft auch ähnlich?
00:11:50: Man geht von Projekt zu Projekt.
00:11:51: Das ist vielleicht tiefer aber kann jetzt auch von den Disziplinen abhängig sein.
00:11:56: Das könnte jetzt natürlich sein.
00:12:00: Drittmittelprojekte, die sind klar abgesteckt.
00:12:02: Es gibt klare Ziele.
00:12:03: Ich habe auch heute durch Publish or Parish einen sehr hohen Zwang in einer gewissen Geschwindigkeit.
00:12:09: Auch vielleicht frühfasig Ergebnisse zu publizieren.
00:12:14: ist es vielleicht auch ähnlich oder würde ich sagen ist doch anders weil das ein ganz anderes Game.
00:12:19: Genau, also in der Wissenschaft kann man natürlich auch ganz viel unterschiedliche Projekte kennenlernen.
00:12:23: Auch verschiedene Themengebiete wie ich auch meinte.
00:12:26: nur weil mein Mitrünchen Fluorescence arbeitet heißt es nicht dass man einen eintönigen Job hat sondern man untersucht dann auch verschiedene Untersuchungsgegenstände von medizinisch bis hin zu industriell bis hin zum Beispiel Batterien.
00:12:40: Also auch da sehr spannend und genau das ist natürlich auch so.
00:12:43: Man hat auch deadlines.
00:12:45: die Projekten werden auch nicht unendlich lang finanziert.
00:12:47: Sondern zum Beispiel Meine Doktorandenstelle war eben auch aus einem DFG-Projekt und da ist dann vorgegeben, das ist drei oder vier Jahre lang die finanziellen Mittel.
00:12:59: Und danach muss man bitte zum Ende kommen.
00:13:01: Da gibt es auch Deadline.
00:13:03: Dennoch würde ich den Druck im Berater leben trotzdem... schon sehr anders beschreiben kann.
00:13:10: Das Stresslevel, das war meine Abhaarung ist ein ganz anderes Level in der Wissenschaft als im Beratungsleben im Sinne von weitaus entspannter.
00:13:20: Moment!
00:13:21: Wo ist jetzt Bespanntern?
00:13:22: Nur dass ich...
00:13:23: In einer Wissenschaft
00:13:24: Ja genau, also das haben wir nämlich gerade die gleiche Richtung eingeschlagen.
00:13:30: Die wird ja tatsächlich auch auf Social Media ich will jetzt nicht ganz dahin abdriften aber er wird doch schon sehr heftig grade diskutiert weil wir haben einfach so diese... Ich habe das mal beschrieben hier in unseren Notizen für heute ein bisschen konsulting Lifestyle da gehört natürlich ganz viel dazu ne?
00:13:46: Auf der anderen Seite zu den Deadlines hat man vielleicht auch gewisse Privilegien würde man vielleicht heute sagen professionell in einem Environment unterwegs, wo man das eben also ein Stück weit einfach braucht.
00:13:58: Also so was wie mein Lieblingsbeispiel Flughafen Launch.
00:14:02: Das kennen wahrscheinlich viele gar nicht wenn man nur im Wissenschaftsystem so unterwegs ist und das braucht man ja teilweise auch um eine gewisse Reiseeffizienz oder sowas herzustellen oder irgendwie pünktlich von A nach B zu kommen.
00:14:14: Ich weiß nicht wefftig dass es in deinen Projekten ist.
00:14:16: ich hatte teilweise Berater kennengelernt weil wir immer so gestefft haben zusammen mit größeren Beratungshäusern.
00:14:22: die waren da dann wirklich in diesem Modus, am Montagsmorgen geht es irgendwo in das europäische Zielland.
00:14:27: Dann gehts die ganze Woche bis Donnerstagabendstag weiter.
00:14:29: damals vor Corona war noch Freitags an der klassischen Office Day in einer Beratung und dann fängt in der nächsten Woche das Thema wieder von vorne an und irgendwann kommt halt die Frage du machst dein Koffer auf und fragst dich habe ich jetzt noch Wäsche?
00:14:42: Und das muss ja auch irgendwie gemacht werden.
00:14:44: also das ist jetzt einfach so ein bisschen.
00:14:46: Ich glaube, was diesen Consulting Lifestyle auch eben ausmacht.
00:14:49: Du musst in dieser Taktung professionell agieren und performen ist natürlich etwas anderes als wenn du sagst ich wohne in der Nähe oder auf dem Campus und habe da meine Fragestellungen, die da auch interessant sind.
00:14:59: Wie ist für dich das Thema Consulting Lifestyle?
00:15:01: Ist das was, was dir schmeckt?
00:15:02: Ist es etwas, was du gerne machst?
00:15:04: Was sind da für dich die Abendouncers drin?
00:15:07: Ja also ich würde noch auf zwei Punkte kurz eingehen, die du gesagt hast um das ein bisschen zu relativieren.
00:15:12: Auch in der Forschung kann man natürlich auch Reisetätigkeit haben wenn man mit anderen Instituten zusammenarbeitet.
00:15:17: Also selbst während meiner Doktorarbeit durfte ich zum Beispiel auch reisen sowohl zur internationalen Konferenz als auch Instituten, die mir zum Beispiel das Kartonmaterial gebaut haben.
00:15:29: Und dann zum Berater Lifestyle.
00:15:31: also ich bin nicht in der Flughafen Lounge.
00:15:33: Also viele haben jetzt auch so Berater haben immer die Flughaften Lounge und sind nur im Fünf-Sterne Hotel.
00:15:40: so ist es nicht.
00:15:41: Wenn dort beim Kunden wenn das irgendwo auf dem Dorf ist, dann ist das auch nicht das Fünf Sterne Hotel sondern dann schläft man halt auch einem zwei Sterne hotel.
00:15:50: Es ist nicht so luxuriös wie das auch immer dargestellt wird.
00:15:54: Gibt sehr viele Privilegien und ja, es gibt auch viele gute Hotels in die man gehen darf.
00:15:58: Aber das ist nicht immer der Fall.
00:16:00: Das wollte ich auch noch einmal dazu sagen Ja mir gefällt das gut vor allen Dingen Es ist nicht Immer gleich.
00:16:07: also nicht bei jedem Projekt ist man jede Woche beim Kunden.
00:16:11: Bei anderen Projekten ist Man zum Beispiel nur zum Kickoff Und dann zum finalen Projekt Abschluss Beim Kunden und hat an Die Möglichkeit In Sein eigenes Heimat Büro sage Ich mal zu Gehen oder gar auch Homeoffice zu nutzen.
00:16:23: Und diesen Mix macht es für mich aus, dass das wirklich so abwechslungreich ist.
00:16:28: Ich hatte das große Glück, dass ich die letzten Jahre sehr viele Projekte im Ausland hatte.
00:16:34: Also ich habe sehr viele Länder kennengelernt nur aufgrund meiner Beratertätigkeit was auch ein sehr großes Privileg ist wenn man dann entferne Länder reisen darf und natürlich muss man arbeiten aber trotzdem darf man auch einen Land bereisen Und genau, da muss man aber auch der Typ dafür sein.
00:16:52: Also wenn man jetzt ja viele Verpflichtungen hat Hausrundgarten und Kegel dann ist es natürlich anders herausfordernd als wenn man sagt Man ist vielleicht auch jung nach der Uni noch viel flexibler um dann auch einfach sagen zu können ah morgen soll ich also in Korea sein.
00:17:10: gut Dann buche ich jetzt mal kurz mein Flug.
00:17:12: Ja Ja,
00:17:13: gerade Korea.
00:17:15: Da wurde ich immer im Hotel dann begrüßt mit Welcome Home, Mr Krüger!
00:17:18: Das war schön.
00:17:20: Ich höre so raus ein bisschen... Also es war auch gar nicht so gemeint, dass wir in der Wissenschaft nicht reisen oder so, aber ist natürlich auch extrem schwierig sich das zu organisieren.
00:17:29: Erlebt, obwohl es sowieso international angelegt wurde.
00:17:34: Wir mussten natürlich da auf Einzelbasis die sogar die Konferenzen rechtfertigen an denen wir dann teilnehmen und dann sitzt auf dem anderen Ende jemand und beurteilt das aus seinem Gusto heraus.
00:17:48: also gar nicht mal irgendwie jetzt objektiv sind nach dem Motto Das ist jetzt halt die Topkonferenz in unserer Disziplin sondern einfach nur auch.
00:17:55: Ne, da müssen wir mal schauen ob das jetzt eigentlich so vom Drittmittel Geber, dann im dem Fall BMFDR vielleicht oder so gewollt ist in dem Antrag das hier sich international vernetzt wird.
00:18:04: Oder halt es in eine andere Richtung geht.
00:18:06: Insofern habe ich zum Beispiel das damals an der Beratung auch ein bisschen befreiend empfunden.
00:18:10: Auch so wie du es dass diese viele Kulturen kennenlernen und viele Länder bereisen fand ich unheimlich spannend, fand ich ganz toll!
00:18:17: Auf der anderen Seite, ja es fordert natürlich auch.
00:18:20: Man muss sich entsprechend drauf einstellen und das auch zum Beispiel organisieren passt nicht überall.
00:18:24: aber vielleicht letzte Frage zum Thema Consulting was würdest denn sagen für wen ist das?
00:18:28: Wann sollte man sich dafür entscheiden?
00:18:31: ich kriege auch immer wieder von Studierenden gerade aus Studiengängen die bisschen her sind die vielleicht noch einen Master angeschlossen haben und da auch eine sehr gute Note erzielt haben öfter mal die Frage Mensch sollt dich in die Beratung?
00:18:43: Ich habe dann tolles Angebot bekommen Aber doch das eine oder andere abwägen, was wäre da so dein Take?
00:18:50: Auf jeden Fall neugierig sein.
00:18:52: Das ist so.
00:18:53: der Lob gesagt, dass es zum Beispiel auch in der Wissenschaft natürlich wichtig.
00:18:56: Neugierigs sein.
00:18:57: letztendlich ist man ein Dienstleister.
00:18:59: also man muss sozusagen Kundenwünsche abhüllen, Kundenwönche verstehen und das Problem des Kundens erkennen.
00:19:06: Manchmal erkennt der Kunde selber das Problem nicht.
00:19:09: Es ist dann auch deinen Job als Berater und dann natürlich bestmöglich nach Lösungen suchen.
00:19:14: Also eigentlich wäre gerne Probleme lösen mag, der ist da richtig.
00:19:18: Man muss flexibel und agil sein.
00:19:20: das fängt schon beim Reisen an.
00:19:22: Das fängt aber auch an dass sich der Kunde vielleicht was wünscht eine Woche später sagt ich finde es eigentlich doch doof lasst uns eine andere Strategie machen kann.
00:19:29: passieren muss nicht.
00:19:31: im besten Falle ist es am Anfang abgesprochen.
00:19:34: Aber man muss einfach schnell auf neue Situationen reagieren können.
00:19:37: Man muss sich inhaltlich schnell einarbeiten können, weil man eben auch Projekte haben wird.
00:19:42: Wo man nicht immer zu hundert Prozent der beste fachliche Experte ist.
00:19:46: Also man muss gewillt sein, sich Wissen anzueignen.
00:19:49: Man muss daran Spaß haben, Neues zu lernen und man muss auch proaktiv sein.
00:19:54: also nicht warten bis man Aufgaben zugeteilt bekommt sondern sozusagen immer selber schauen was muss gemacht werden um die optimale Lösung zu bekommen.
00:20:04: Dann kann das auch ein guter Job sein.
00:20:06: Und ich sag immer, probieren geht über Studierend ausprobieren.
00:20:09: es gibt ja mittlerweile auch Praktika-Werkstudentenstellen in Unternehmensberatungen.
00:20:15: Das ist eine super Möglichkeit um auch schon während des Studiums einfach mal so reinzuschnuppern und vielleicht merkt man dann schon hey dass finde ich besonders interessant.
00:20:23: oder eben auch Puh!
00:20:24: Das ist noch nicht so ganz die Arbeitsweise die ich bevorzugeh.
00:20:27: Das ist ja auch legitim.
00:20:29: Genau das kann ich auf jeden Fall dann immer empfehlen
00:20:32: Finde ich richtig gut.
00:20:33: Mir fällt noch einmal im Zuhören studentische Unternehmensberatung, das gibt es auch an den großen Universitäten, dass ist oft eine Möglichkeit da mal früh reinzuschnuppern und wenn ... Ich weiß nicht ob du so gesagt hast oder meintest, ich würde dich so verstehen, dass du empfehlen würdest, dass er zu Beginn der Karriere auf jeden Fall zu testen, oder?
00:20:52: Er wird sagen, nee, ist gar nicht so wichtig.
00:20:55: Es muss zu jedem zur Lebenssituation passen.
00:20:58: also wie gesagt Wenn du viele Verpflichtungen hast und zu Hause sein musst, ein Projekt hast wo du reisen musst ist das dann schwierig vereinbar.
00:21:10: Das ist dann einfach meist gegeben am Anfang der Karriere.
00:21:12: aber ich bin auch nicht am Karrierenfang dort eingestiegen.
00:21:16: Ich habe ja auch erst einige Jahre in Erforschung gearbeitet.
00:21:19: oder wenn man die Promotionszeit mit reinrechnet dann eben auch viele Jahre in der Forschung gear arbeitet.
00:21:25: Und ich sage immer man muss nie etwas bis zum Lebensende machen.
00:21:28: Das wird ja auch viel auf Social Media mir vorgeworfen.
00:21:32: Ja, jetzt studiert sie Physik und ist kein Physiker mehr?
00:21:35: Dann sage ich immer doch Ich bin Physiker aber ich arbeite in der Unternehmensberatung so.
00:21:39: Es wird ja ein bisschen gejudged nach dem Motto Du musst danach das machen was du studiert hast Und da stimme ich zum Beispiel gar nicht zu.
00:21:46: Sondern du hast jederzeit die Möglichkeit zu sagen Jetzt möchte ich mal einen anderen Weg gehen Jetzt möchte einmal diesen Skill schärfen Jetzt möchte vielleicht meine Hundert Achtzig Gradwendungen machen und es ist total legitim.
00:21:57: Da fallen mir auch noch zwei drei andere Branchen ein, sag ich mal die einfach das Physikstudium als ultimativ gute sehr gute Vorbereitung auf das Thema Problem Solving Competence etc.
00:22:11: sehen und deshalb natürlich dann in deiner Disziplin nach Talenten suchen also völlig selbstverständlich.
00:22:17: Ich habe aber tatsächlich gerade einer Vorbereitungen auch so einen Kommentar gesehen auf deinem ich glaube es war Instagram nach dem Motto ja wieso ist sie denn jetzt nicht Professorin, Dozentin irgendwas in dem Bereich.
00:22:28: Ja Mensch also du gehst da einen Weg und damit gehen wir vielleicht zu den nächsten großen Bausteinen wenn du magst aus deinem Leben wobei wenn man dir zuhört dann fragt man sich schon wann machst du das?
00:22:37: Du bist wirklich mit deinen vierzigtausend wie wir gerade nochmal ermittelt haben Followerinnen und Followern ja tatsächlich eine feste Instanz.
00:22:47: ich folge dir auch schon relativ lange weil du einfach so einer Permanente, bei permanenten hochwertigen Content produzierst und entweder halt über einzelne Phänomene etwas aufbaust oder auch ganz viel was ich sehr schön finde über das Thema Studieren erklärs.
00:23:03: Und dabei auch kein Blatt vor dem Mund nimmst.
00:23:05: also unterm Strich sag so ich sage dass jetzt mal ganz Niederrheinisch ja Leute kriegt den Arsch hoch und dann ist es halt anstrengend.
00:23:11: man muss sich da schon ein bisschen reinbegeben.
00:23:14: Hast du eine Art, ich sag mal guiding principle oder ne Storyline die dich in deinem Content leitet als Navigationsstern?
00:23:22: oder schaust du mittlerweile durch die vielen Followerinnen und Follauer einfach die Kommentare an?
00:23:27: Und die Fragen, die kommen.
00:23:28: Du kannst dich quasi von den Impulsen dort leiten lassen.
00:23:32: Wie machst du das?
00:23:33: Ja also erst mal vielen Dank für das liebe Kompliment dass der der Content gefällt.
00:23:38: Das freut mich immer total so liebe Rückmeldungen auch zu bekommen.
00:23:42: Ja, mein Hauptprinzip ist realistische Einblicke zu geben.
00:23:45: Das ist mir nämlich ganz wichtig!
00:23:47: Ich sage immer ich möchte weder etwas beschönigen noch möchte ich den Teufel an die Wand malen.
00:23:53: also ich werde niemandem sagen studiert Physik weil Physik ist so toll.
00:23:57: aber ich sage wenn du an Physik interessiert bist und am Physikstudium oder generell an einem Mint Studium dann probier es gern aus.
00:24:04: ich sag aber nicht das ist jetzt the way to go.
00:24:08: Wenn du gern den Traum hast vom Handwerker, dann mach das bitte.
00:24:11: Dann beginnt kein Studium sondern geh deinem Lebensziel nach und ich hab halt Erfahrung im Mindbereich.
00:24:18: deswegen spreche ich dann eben über den Mindbereich.
00:24:21: Ich möchte aber genauso nicht immer diese schlimmen Szenarien aufstellen mit Ja man kann heutzutage nicht mehr studieren weil es geht nicht mit dem Geld Man braucht reiche Eltern, weil ich hab's ja auch irgendwie geschafft.
00:24:34: Damals waren die Mieten tatsächlich noch geringer als ich angefangen habe vor zehn Jahren mittlerweile.
00:24:39: Aber ... Ja, ich probier einfach zu zeigen weniger beschweren und mehr nach Lösungen suchen.
00:24:46: Und dann probiere ich meine Erfahrungen weiterzugeben.
00:24:51: Genauso ist der Fall.
00:24:52: Mittlerweile kommen wirklich sehr viele Kommentare, dass ich mich an den Kommentaren entlangkange Weil das ist ja letztendlich, was die Follower oder auch die Zuschauer interessiert.
00:25:02: Und dann gehe ich da auch sehr gerne drauf ein und probiere dann auch bestmöglich zu erklären oder dort Hilfe zu geben.
00:25:09: Vielleicht ganz kurz zu deiner Kanalwahl.
00:25:12: Ich weiß nicht, wie weit du das offenlegen magst oder möchtest aber dass ist auch etwas vielleicht mal für alle die Zuhörer gerade oder uns zuschauen Das ist schon in dieser Community wenn ich das als größere Klammer aufmachen kann Wissenschaftskommunikation ganz allgemein und also irgendwie die ein oder anderen kennt man dann ja doch eben.
00:25:30: Und jetzt ist so das Thema LinkedIn da.
00:25:32: es gibt YouTube als das große klassische Ding.
00:25:35: was auch grade vielleicht eine Art Revival erlebt weiß ich nicht.
00:25:38: ordnet das gerne gleich aus deiner Sicht ein, du hast ja viel mehr Einblicke.
00:25:41: Ja und dann natürlich die eher schnell wachsenden Kanäle TikTok und vielleicht Instagram eher so für auch ne... Standsgruppe, je nachdem.
00:25:49: Aber würdest du sagen dass du dabei versuchst die Kanäle auch unterschiedlich zu bespielen?
00:25:54: und ich glaube auch so ein bisschen kommst du auch tatsächlich aus dem YouTube, aus dem langen Format sozusagen und Querformat und Langformat.
00:26:01: hat sich das gewandelt?
00:26:02: Hat sich das alles gedreht und ist ja mal?
00:26:05: folgt das auch einer Art Überlegung oder wie geht es da vor?
00:26:09: Das würde mich tatsächlich einfach interessieren.
00:26:11: Gerne, genau.
00:26:12: Ich hab mit YouTube gestartet direkt nachdem ich fertig promoviert habe weil ich dachte jetzt kann ich erscheinbar was dazu sagen.
00:26:19: wenn ich ein Doktortitel hab darf ich über Physik reden.
00:26:22: vorher hab ich mir das selber nicht zugetraut dass sich der Kompetent genug bin und hab angefangen mit Physik-Aklarvideos.
00:26:30: ich hab nämlich einen Blackboard also eine altmodische Kreidetafel.
00:26:34: die hängt hier auch noch neben mir gerade in meinem Arbeitszimmer und die ersten Videos waren wirklich da sich den Energieerhaltung satt mit Kreide auf der Tafel erklärt habe.
00:26:45: Und dann hab ich so ein Mix aus Schulphysik und erste Semester vom Physikstudium erklärt, und hab aber gemerkt die Fragen unter den YouTube-Videos sind immer mehr persönlicher Natur, Erfahrungsberichte im Sinne von wie viele Leute seid ihr denn?
00:27:02: Wie viele Frauen seid ihr im Studium?
00:27:04: Wie schwer ist es denn?
00:27:05: Bist du schon mal durch eine Prüfung gefallen?
00:27:07: Und dann dachte ich so, irgendwie kommen viel weniger Fragen inhaltlich fachlich.
00:27:12: Sondern wirklich mehr nach Erfahrungsberichten.
00:27:14: und dann dachte Ich Stimmt Inhaltlich ja da kann man sich irgendwann ein Buch nehmen und das durchlesen.
00:27:18: aber wenn man zum Beispiel Niemandem im Freundes- und Verwandtenkreis hat der Mal über das Studium spricht was Man gern selber studieren möchte wo es kommt bekommt man Dann die Infos her.
00:27:28: und vor zehn Jahren gab's noch nicht So viele Mind Influencer.
00:27:34: Und dann bin ich aufgrund der Fragen irgendwann dazu übergegangen, dass sich dann erzählt habe so war mein Studium an der TU Dresden.
00:27:40: Warum die TU Dresten?
00:27:41: Warum das Physikstudium?
00:27:42: wie schwer ist das Studium?
00:27:43: Bin nicht durchgefallen.
00:27:45: Wie sieht so ein Semester aus?
00:27:47: und Das hab' Ich dann immer als langen Format gemacht auf YouTube was natürlich extrem zeitaufwendig ist im Vergleich zu kurzform Videos.
00:27:55: und Dann meinte jemand mal zu mir schneid doch einfach kurze videos noch aus deinen youtube videos und lati auf tiktok hoch.
00:28:02: Das hab ich dann gemacht für ungefähr zwei Tage und gemerkt, ich kann ja auch auf TikTok selber filmen.
00:28:08: Und das geht so viel schneller und so viel einfacher.
00:28:11: Auf TikTok sind die Leute so viel unperfektionistischer.
00:28:15: Also auf YouTube war so ... Man hat sich vorher die Haare gemacht, man hat sich abgepudert.
00:28:19: Man hat geguckt, ob im Hintergrund nicht irgendwie Chaos ist?
00:28:23: Bei TikTok ist das gefühlt egal.
00:28:25: Keiner judge dich, wenn im Hintergründen Wäschekorb steht oder ... irgendwie, wenn du fertige Haare am Start hast oder dein Schlaf du schon gemacht hast.
00:28:35: Und das hat dann besser in meinen Alltag gepasst diese kurzen Videos so dass ich dann tatsächlich dazu übergegangen bin auf TikTok jeden Tag ein Video hochzuladen seit über zwei Jahren jetzt schon.
00:28:47: und irgendwann meinte dann jemand oder viele Leute meinten ja bist Du auf Insta-Interactive nur TikTok und dann so Ja wir haben kein TikTok.
00:28:54: Und dann dachte ich, ich nehme einfach mein TikTok Video und poste das auf Insta.
00:28:58: Dann hab' ich das jetzt auch seit einem Dreivierteljahr einfach... ...mein TikTok Video auf Instag gepostet!
00:29:03: Das war so der Verlauf.
00:29:05: Das ist interessant.
00:29:07: Würdest du sagen dass wenn die Leute dir zuschauen?
00:29:13: Und sich beschäftigen mit Studium, vielleicht mit Physik etc.
00:29:18: Es gibt ja so ein paar Insights die man sehen kann in seinen Apps?
00:29:22: ich weiß nicht ob du da reinschaust aber ja wirst du den in den Algorithmus ausgespielt sozusagen?
00:29:27: oder hat sich der Ehren einen richtiger Followerkreis entwickelt er jetzt quasi auf neuen Content wartet und Fragen mitbringt?
00:29:34: Sowohl als auch.
00:29:35: also.
00:29:35: ich habe zwei Arten von Content.
00:29:37: das ist auch Marketing technisch bewusst von mir so gemacht.
00:29:40: Ich habe mein inhaltlich Mehrwert-Content, der also zwischen ein bis drei Minuten geht.
00:29:46: Und auf TikTok und Insta spreche ich jetzt.
00:29:48: bei YouTube mache ich kaum noch muss man ehrlich sagen das ist wirklich fällt ein bisschen hinten unter und dort erzähle ich dann geh auf die Fragen ein erzähle vom Studium also mach wirklich Inhalte die einem helfen.
00:30:02: und dann gibt es noch ab und zu die viralen Videos die mehr so wenige Sekunden gehen.
00:30:07: ich spreche nicht Ich mache ein kurzes Video und schreibe was drüber, was provokant ist.
00:30:14: Was vielleicht einfach catchy ist?
00:30:16: Ich halte mal meine Doktorarbeit in die Kamera und habe dann Millionen Views.
00:30:21: Das hat natürlich inhaltlich keinen Mehrwert aber das sind die Videos wo ich neue Leute anziehe weil es groß ausgespielt wird und für den Inhalt bleiben die Leute dann genau
00:30:31: sehr interessant.
00:30:33: Ja, wir sind in der Metaperspektive jetzt eigentlich so ein bisschen zu dem Thema Wissenschaftskommunikation voll angekommen und ich höre dir auch super gerne zu dabei.
00:30:42: Das ist spannend!
00:30:43: Vielleicht gehen wir mal einen Schritt rein in was Konkretes noch?
00:30:46: Du hast eingangs schon etwas erzählt zum Thema wie eine Promotionsstelle geschnitten sein kann und ich habe in der Vorbereitung nach einem Video von dir angeschaut.
00:30:55: Ich glaube sogar es sind mehrere die du dazu schon gemacht hast wie die Dutierung einer Doktorandenstelle oder einer wissenschaftlichen Stelle aussieht.
00:31:03: Da würde ich mal ganz kurz einmal stehen bleiben wollen, weil das ist spannend!
00:31:06: Ich schreibe in meine Drittmittelanträge, die ich gerade rein schreiber... oder in die Drittmittellanträge die jetzt aufbauer, dass ich gerne mir eine hundertprozent Stelle wünsche für die Menschen, die da drauf arbeiten wollen.
00:31:18: und ja gut, das kann man da schon reinschreiben Aber das geht natürlich nicht unbedingt so durch.
00:31:24: Wie hast du das erlebt?
00:31:25: Du hattest auch ganz klassische Stellen, die halt ... Ich glaube, ich wurde gesagt, sie waren aus Drittmittelprojekten,
00:31:31: d.h.,
00:31:31: nicht aus der Standardhaushaltsfinanzierung der Universität, wenn ich es richtig verstanden habe, sondern auch Drittmitteln gefördert.
00:31:37: Das ist schon die Realität.
00:31:39: Auch das hattet du quasi in deinem Leben auch so erlebt.
00:31:44: Also klar, man muss ja dann an der Uni eingeschrieben sein wenn man die Verteidigung macht.
00:31:48: Aber selber habe ich praktisch über eine Firma oder über eine Bundesanstalt, ich kann sagen die PDB Physikalisch-Technische Bundesanstaltung darüber habe ich promoviert genau und das über ein DFG Projekt wurde.
00:32:00: dann eine Stelle da war und ich wurde zu eighty Prozent finanziert.
00:32:04: also meine Stelle war eine eighty Prozent Stelle was schon für Physikstellen etwas höher ist, also nicht die Normalität.
00:32:14: Meistens sogar nur fünf Prozent.
00:32:15: Beziehungsweise sechsundsechzig höre ich auch sehr viel und fünfundsiebzig?
00:32:18: Es ist nicht immer fünfzig.
00:32:19: Fünfzig ist glaube ich noch sehr viel im Bereich Chemie angesiedelt Physik ein bisschen höher und Informatik dann noch ein Stück höher, da ist sehr oft hundert Prozent Stellen.
00:32:30: Ja okay das freut mich ja quasi für meine Disziplin dass es sich so ein bisschen umspringt.
00:32:36: man kann einfach mal probieren wer mein Appell an die drittmittel anträge schreiben.
00:32:40: einfach mutig sein.
00:32:41: es gibt dann früh genug eintrauf.
00:32:42: ich schreibe da hundert prozent rein und dann gucken wir was passiert so?
00:32:46: jetzt ist natürlich die spannende frage was macht man jetzt mit der wissenschaftskommunikation?
00:32:50: du machst das jetzt alles?
00:32:53: Ja, wir machen hier gerade Forschungsimpuls als Idee auch um so ein bisschen interdisziplinär was aus den Themen die was mit ganz oft auch IT und KI zu tun haben.
00:33:01: Digitalisierung auszutun haben ihr ein bisschen etwas zu erzählen.
00:33:04: aber ja was passiert denn jetzt damit?
00:33:06: Mich würde interessieren welches Feedback bekommst du denn?
00:33:09: Du bist ja auch eine Persönlichkeit die dann eben in verschiedenen Rollen unterwegs ist.
00:33:13: wie erlebst du das?
00:33:14: Du wirst ja wahrscheinlich auch habe ich gesehen schon zu Content Creator Festivals eingeladen.
00:33:19: Du bist aber auch eben einen Gesicht deiner Beratung.
00:33:23: Das sind ganz viele Rollen und Tüte, die du aufhast.
00:33:26: Welches Feedback bekommst du da für die, wie du gerade so sagtest?
00:33:29: Du sitzt mit dem Bäschekorb im Hintergrund und erklärst da ein physikalisches Phänomen.
00:33:34: Wie funktioniert es für dich?
00:33:37: Ja also ich habe wirklich so liebes Feedback.
00:33:39: Ich bin da manchmal selber von überwältigt teilweise gar nicht fassen, was ich da lese.
00:33:44: Solche Sachen, es fängt an mit... Ich habe heute doch die Klausur mitgeschrieben, weil ich die letzten drei Wochen mich wirklich hingesetzt hab und gelernt habe, weil du mich motiviert hast bis hinzu.
00:33:55: Ich habe mich jetzt für das Studium eingeschrieben, obwohl mir das in meinem Umfeld keiner zutraut und selbst meine Eltern meinten, ja überleg doch nochmal!
00:34:04: Und das ist aber mein großer Traum, Physik zu studieren und deswegen habe ich mich jetzt eingeschrien.
00:34:09: Und das ist schon, dass man da beitragen kann.
00:34:12: Dass jemand so sein Lebenstraum nachgeht, ist ein total tolles Feedback und kriegt da wirklich mittlerweile täglich Nachrichten.
00:34:21: Ich bin auch immer ganz gerührt.
00:34:23: Manchmal schaffe ich es nicht allen zu schreiben.
00:34:24: Es tut mir total leid.
00:34:26: Ich probiere aber jedem, der wenn zumindest eine Privatnachricht schreibt, immer zu antworten auf alle Kommentare, kann mich mittlerweile nicht mehr antwortet.
00:34:34: Aber das Feedback ist wirklich ganz toll.
00:34:35: Klar, es gibt auch immer Hate-Kommentare.
00:34:39: Feedback ausführlich ist ganz, ganz toll und ganz viele verschiedene Geschichten.
00:34:44: Und ja das dann auch manche einfach nicht aufgeben, obwohl sie schon kurz vorm Aufgeben waren oder auch mal durch eine Prüfung gefallen sind und dann dachten okay also bin ich nicht die Richtige für das Studium?
00:34:54: Und ich sage ja auch immer durch ne Prüfungsprüfung fallen ist kein Drama.
00:34:58: genau dafür gibt es ja einen Zweitversuch Und bei manchen Unis ein Drittversuch und bei manche Unis unendlich viel Versuche.
00:35:06: Deswegen zweifelt da nicht an euch selber, weil es gibt auch viele Gründe, warum man durch eine Prüfung fällt.
00:35:12: Man hat schlecht geschlafen vor Aufregung.
00:35:14: Es kam genau die Aufgabe dran auf, die man sich ausgerechnet nicht vorbereitet hat.
00:35:18: Also es muss nicht an deiner Person liegen, dass du jetzt nicht für das Studium oder den Beruf gemacht bist.
00:35:24: Das probiere ich zu vermitteln.
00:35:26: Das bekomme ich dann als Feedback.
00:35:27: Das ist sehr schön!
00:35:29: habe ich zwei anschlussfragen noch ganz kurze.
00:35:32: und zwar das eine ist wenn du sagst naja die diese ganzen lerntipps die du auch gibst die gehen ja auch ziemlich konkret rein die sind sehr direkt ich finde schon fast freundlich konfrontativ also im sinne von fordern beispielsweise.
00:35:45: jetzt kommt gleich meine frage du sag zum beispiel dass das mitschreiben in der vorlesung absolut essentiell ist.
00:35:51: Und ich beobachte, ich habe vorhin mal so in mich reingefühlt, ich würde sagen zwei Prozent meiner Studierenden schreiben und ich mache mir immer einen kleinen Witz raus am Anfang gerade wenn da Menschen ohne Stift und Papier und ohne irgendein Medium am Tisch sitzen, dass sich einfach das auch nochmal noch mal adressieren und sage hey Leute, das ist halt wichtig!
00:36:08: Was würdest du sagen?
00:36:09: Woher kommt das, dass man ja das eigentlich nicht lernt und es nicht mehr in der Schule im Abitur.
00:36:14: Dass man das als Lerndisziplin braucht?
00:36:16: oder ist man in so eine Art frag ich mich dann immer Netflix-Modus?
00:36:20: also woher kommt dass das mit dem... dass man das so braucht zum Mitschreiben angetrieben zu werden.
00:36:26: Der leichte Weg ist immer bequemer und Belohnungsaufschub ist immer schwerer.
00:36:31: Es ist natürlich schwieriger jemanden zuzuhören, der eh schon etwas Schwieriges kompliziertes vorne an der Tafel oder mittlerweile am Whiteboard oder an Folien erklärt.
00:36:41: Weil meistens ja so jede Vorlesung ist neu man hat ihr das nicht schon mal studiert und dann ist es natürlich schwierig dazu zuhören um mitzuschreiben.
00:36:51: Dann sagt man gut dann hör ich nur zu Und jeder darf auch lernen, wie er will.
00:36:55: Aber ich sage mir mitschreiben das macht noch mal so einen anderen Effekt und ja es ist anstrengend und dieses Ja das geht aber nicht dann kann ich nicht zuhören.
00:37:03: Das lernt man dann auch mit der Zeit Ja.
00:37:05: Und der Anspruch, dass man alles versteht in der Vorlesung und alles mitschreiben kann, den kann man sowieso schnell verwerfen weil dafür geht es einfach zu schnell in der Uni.
00:37:13: das ist kaum schaffbar aber natürlich unbequem.
00:37:16: du musst noch mehr Aufmerksamkeit haben, noch mehr Fokus kannst noch weniger mit dem Nachbarn reden, noch weniger am Handy daddeln.
00:37:23: wenn du nur zuhörst da sind die Folien und du sagst aha kannst auch nebenbei mal kurz gucken ah ja das neue Kleid wollte ich mir kaufen Dann kannst du nicht abgelenkt sein, du brauchst vollen Fokus.
00:37:35: Und das ist anstrengend!
00:37:37: Es ist Mühe, es bedarf Energie und dazu muss sich jeder selber
00:37:42: motivieren.".
00:37:43: Ja, das finde ich, das bringst du in dein Video sehr gut rüber.
00:37:47: Ich denke manchmal noch dass es einfach auch so eine Art Unterschied jetzt ist von dem Schulweg den man hatte wo es dann doch eine gewisse Zielsetzung gab Kollektiv im Klassenverbund auf ein Ziel hinzuarbeiten.
00:38:00: Das ist an der Uni natürlich anders da ist man bisschen auf sich gestellt.
00:38:04: Das heißt also hier muss ich einfach für mich selber klar machen dass meine Lerndisziplin und mein didaktischer Weg für mich selbst wie ich lerne funktioniert.
00:38:13: die Veranstaltung einfach weiter und das denke ich natürlich ist in einem Physikstudium, du hast teilweise gesagt ihr hattet nicht mal Skripte.
00:38:19: Es läuft einfach das Tafelbild weiter mit der Erklärung die dann in Echtzeit gerade ist.
00:38:23: Das muss sich irgendwie für mich sichern und danach auch nochmal einfach verstehen.
00:38:28: In anderen Themen genauso wie Kryptomatte oder so was machen.
00:38:31: Denn ist der Anspruch nicht, dass man da rausgeht mit der vollen Erleuchtung.
00:38:34: Sondern dass ich das für mich mitgenommen habe schon mal in einer Art und dann kann ich es ja nachher immer nochmal anders vielleicht auf YouTube noch einmal konsumieren oder heute mit KI aber ich brauche es halt erstmal für mich in einem Format.
00:38:48: Okay, ich möchte noch das LinkedIn-Thema nochmal einmal letztlich aufgreifen und dann so ein bisschen gucke ich auch schon auf die Uhr.
00:38:53: Denn du bist hart getaktet!
00:38:55: Ja wir haben hier das Thema LinkedIn natürlich auch in der Wissenschaftskommunikation.
00:38:59: wie würdest du das denn empfinden?
00:39:01: Du machst ja glaube ich auch den Content da schon unterschiedlich.
00:39:04: was passt da rein?
00:39:06: aber ich erlebe gerade dass ganz viele InfluencerInfluencerinnen aus dem Wissenschaftskomunikationsbereich versuchen auch auf LinkedIn etwas zu machen.
00:39:14: Erstaunt sie sind das LinkedIn natürlich völlig anders funktioniert und ich glaube, dass passt wieder zu unserem Einstieg.
00:39:19: vielleicht diese Business Welt die Konsulting Welt Versus einer anderen Welt ist jetzt sogar nicht unbedingt zwangsläufig Wissenschaft.
00:39:26: Aber ich glaube es muss man schon ziemlich fein abstimmen und auch wissen, dass man einfach ganz andere Zielgruppen damit erreicht.
00:39:33: wie machst du das?
00:39:34: was ist da dein Learning?
00:39:35: Genau auf LinkedIn poste ich nicht so viel aber Du hast recht Es ist meist anderer Content als auf Instagram und TikTok.
00:39:44: Ich muss sagen, LinkedIn hat sich stark verändert.
00:39:46: Das war früher tatsächlich meine Lieblingsplattform im Sinne von was ich konsumiert habe.
00:39:50: Also ich probiere wenig zu konsumieren und auf LinkedIn war ich wirklich gern und hab einfach durchgesqualled oder durchgelesen und fand das super spannend, was es so Neues gibt bei den Firmen oder auch Menschen die in verschiedenen Branchen arbeiten?
00:40:03: Und ich habe das Gefühl, LinkedIn wird gefühlt als neue Facebook.
00:40:06: also da sind sehr viele Boomer, die ihre privaten Dinge teilen.
00:40:10: Ohne jeglichen Business-Kontext ohne irgendwie eine Fragestellung dies aufwirft weil man kann ja auch alles irgendwie in den Business Kontext setzen.
00:40:18: Aber dass man jetzt lange im Stau stand und eine Stunde zu spät kam Die Info sehe ich jetzt eher bei Facebook als auf LinkedIn.
00:40:26: Deswegen merke ich das sich verändert hat Und hat auch so ein bisschen meine Motivation genommen dort mich viel drin aufzuhalten muss ich ehrlich sagen Wenn ich da was poste, probiere ich dort immer ein paar Learnings zu teilen.
00:40:40: Also so fünf Fakten oder drei Fakte über das und dann mit einer persönlichen Erfahrung gekoppelt genau weil selbst auf LinkedIn ist ja viel mehr jetzt auch dass man ... persönliche Profile eher anschaut als die Firmenprofile.
00:40:55: also die Corporate Influencer kommen ja auch immer mehr... Und ich schaue mir auch lieber an von einer Person X, die jetzt in einem großen Unternehmen arbeitet, was sie berichtet als wenn die Unternehmensseite selber ihre sehr rational nüchternen Poste postet.
00:41:11: Genau, das sind so meine Beobachtungen zu LinkedIn.
00:41:14: Ja wie
00:41:14: siehst du das denn?
00:41:16: Das kann ich in vielen Fällen teilen, weil es macht keinen Spaß mehr erst aufzumachen und dann ist ja auch dieser AI-Slop einfach massiv geworden.
00:41:27: Dass also selbst die typischen Bahnfahrterlebnisse, die man sich ständig anschauen muss von irgendwelchen Leuten, so eine Motto tatsächlich der ICE kamen zu spät, wer hätte's gedacht?
00:41:35: Und dann den Text auch noch mit KI, so mit diesen typischen M-Dashes und Wendan und eins zwei drei Texte und noch ein KI Bild.
00:41:42: Das ist wirklich zu anstrengend und ich finde auch, wenn man was zu sagen hat dann soll man's gerne nutzen.
00:41:48: Aber es sollte doch irgendwie etwas Konkretes sein und vielleicht nicht immer sich nur abfeiern mit irgendwelchen... Ganz kleinen Achievements, sondern auch die Plattform gerne mal einfach für was Spannendes nutzen.
00:42:00: Was man zu erzählen hat und sich dann ein bisschen Mühe geben dass es eben man sagt jetzt immer authentisch also im Sinne von halt das ich wirklich irgendwie meine Idee dabei rüber bringe da kann für mich kann der KI mithelfen aber das sollte schon irgendwas Klares kommunizieren.
00:42:16: Jetzt beim Thema Wissenschaftskommunikation finde ich allerdings super schwierig.
00:42:20: Was einfach ist, wenn ich so Paper Alerts mache, die packe ich im Prinzip eins zu eins fast auf alle Plattformen in der gleichen Form.
00:42:27: Die Diskussionen sind dann ganz andere ja?
00:42:29: Auf LinkedIn nämlich meistens dann entweder gar keine oder irgendwie eine super Detailfrage nach dem Motto können wir bitte noch mal da reingehen in den Datensatz auf Seite drei oder so und man denkt hey Wir freuen uns gerade dass das publiziert worden ist.
00:42:41: Ja auf Instagram und TikTok ist es dann wieder anders.
00:42:44: aber der Gutes hatten wir schon.
00:42:46: Aber wenn ich dann versuche mal ein bisschen so über die Kanäle hinweg, also diese Cross-Communication da reinzubringen.
00:42:54: Ich schreibe dann oft so rein, dass ich vielleicht von einem Veranstaltungsformat oder sowohl gewesen bin ... Format auf Instagram oder TikTok gemacht habe, das konvertiert glaube ich gar nicht.
00:43:04: Also ich packe den Link dann mit rein.
00:43:05: aber ich glaube da bleibt die LinkedIn-Babel komplett in ihrer Welt.
00:43:08: und auf TikTok und Instagram man sieht ja auch so ein bisschen wie eben da die Diskussion oder die Bewegung ist es dann wirklich ganz anders.
00:43:16: also manchmal denke ich mehr könnte man sich das Linkedin fast sparen aber ich finde es dann auch zu schade.
00:43:21: Ich möchte lieber dass Kommunikation über wissenschaftliche Themen usw.
00:43:26: da auch irgendwie findet als wenn man's lassen würde oder?
00:43:30: Ja, ich finde das passt da auch rein.
00:43:32: Also ich habe auch früher gerne mir LinkedIn-Beiträge über neue Veröffentlichungen durchgeschaut weil ja dann meist in der Caption praktisch nochmal die Haupterkenntnisse zusammengefasst worden sind.
00:43:44: Das heißt man muss nicht immer wenn es nicht das Hauptthema ist das ganze Paper lesen sondern auch Interesse aus Interesse einfach mal bei anderen Bereichen über die Linkedin Post von neuen Themen hören.
00:43:56: Genau, also ich finde das ist dafür ein gutes Medium.
00:44:00: Ich habe zwei Schlussfragen weil eigentlich hab' ich immer eine aber es hat sich mir so ne zweite aufgedrängt.
00:44:05: Ich hoffe du hast die Zeit!
00:44:06: Ja bis siebzehn
00:44:08: Uhr alles wunderbar gar kein Problem.
00:44:10: Also so lange dauert es dann auch nicht, aber ich starte mal.
00:44:13: Und zwar für eine Frage möchte ich vorwegnehmen jetzt wenn dann theoretisch alles mit dem Drittmittel Antrag gut klappt und ab ersten Ersten darf da eine neue Person sitzen und ihre Doktorarbeit schreiben hoffentlich auf einer hundert Prozent Stelle etc... Was würdest du denn jetzt?
00:44:25: Mit der Erfahrung aus beiden Welten, Consulting komplett durchprofessionalisiert alles und standardisiert wahrscheinlich auch einen Teil.
00:44:31: Und Wissenschaft auf der anderen Seite sagen, was wäre ein gutes Onboarding?
00:44:35: Was wäre ein cooles Onboarding für eine Doktorandenstelle?
00:44:39: Was würdest du an Tipps mitgeben oder was hättest du für Ideen um das eben in gute Bahnen zu längen?
00:44:45: Ratschläge die ich geben würde ist sowas wie nie den Spaß verlieren.
00:44:49: Also immer dran denken, warum bist du hier?
00:44:52: Weil dir das Thema gefällt.
00:44:54: Auch wenn mal was nicht klappt und es wird in der Wissenschaft und Forschung ganz oft passieren – ich meine, was passiert in jedem Job dass mal etwas nicht klappte bei einigen hoffentlich seltener aber einfach nie den Spaß zu verlieren harte Zeiten nicht als etwas Schreckliches sehen sondern als etwas was dazugehört Und dann geht man das auch mit einer Leichtigkeit an Und weiß, das gehört zum Job und bedeutet jetzt nicht oh Gott die Stelle war jetzt irgendwie doof.
00:45:22: Ich sage auch immer wenn man eine z.B.
00:45:24: in der Experimentalphysik eine Doktorarbeit beginnt, seid ihr bewusst dass du so achtzig neunzig Prozent deiner Versuche am Ende nicht mit in das Schriftstück rein nehmen wirst?
00:45:35: Trotzdem brauchtest du die Versuche um zur Erkenntnis gelangen, dass du einen anderen Weg gehen musst.
00:45:41: also praktisch du irrs dich solange bist du beim Ziel da bist.
00:45:46: Und das heißt nicht, dass achtzig-neinzig Prozent der Arbeit schlecht waren sondern das gehört zum Erkenntnisstand.
00:45:52: nur taucht es halt nicht so im Detail dann in der Arbeit auf wie die Ergebnisse, die dann wirklich sinnvoll waren oder die Experimente, die geklappt haben und dass man da so eine Resilienz hat, das hilft sehr.
00:46:03: in eigentlich allen Berufen würde ich sagen egal ob Wissenschaftsberater aber eben dort auch besonders stark ja
00:46:11: Cool.
00:46:12: Was ich versuche, immer zum Schluss zu fragen ist ein bisschen der Blick auf die jetzt gerade mit dem Studium beginnen oder halt mittendrin sind also eher so sagen wir mal Niveau Bachelor vielleicht sich gerade orientieren?
00:46:24: Du hast so viele Videos zum Thema Lern-Content und Strategien zum Studium schaffen produziert.
00:46:31: wenn du das nochmal alles ein bisschen zusammenfassen wollen würdest was wären so deine drei wichtigsten Takeaways um einen Studium zu rocken?
00:46:39: Man kann viel optimieren, aber es gibt keine Abkürzungen.
00:46:42: Das Wissen muss in deinem Kopf.
00:46:44: Du kannst dir überlegen, machst du die Notizen digital oder auf dem Papier?
00:46:48: kaufe ich mir einen teuren Laptop der schneller ist?
00:46:50: Kaufe ich meinen günstigen Laptopp?
00:46:53: Es muss das Wissen in den Kopf!
00:46:55: Du musst die Dinge verstehen ob du das mit Bleistift und Papier machst was du irgendwo mal bekommen hast oder ob du dir jetzt den zehn Euro Block holt.
00:47:04: Ist alles nur freien Tuning, aber darauf kommt es nicht an.
00:47:07: Weil das werde ich sehr oft gefragt, welches Equipment benötigt man.
00:47:11: Beschweren bringt gar nichts also entweder steckt mehr Arbeit rein oder überlegt dir ob es nicht das Richtige ist.
00:47:16: aber verschwende keine Zeit darauf abzuhalten wie schlecht die Bedingungen sind, wie schlimm der Studium ist sondern guck das was du beeinflussen kannst.
00:47:27: Kannst du beeinflussen dass du effizienter lernst?
00:47:30: Kannst Du beeinflussend dass du dir Hilfe holt wie du schneller etwas verstehst durch zum Beispiel Kommilitonfragen.
00:47:37: Also gemeinsam kommt man auch schneller ans Ziel, eh du drei Stunden im Buch die Lösung suchst, frag doch mal den der neben dir sitzt.
00:47:43: das kann so eine krasse Abkürzung sein.
00:47:46: Scheut euch nicht eure Profs oder eure Dozenten eine Frage zu stellen.
00:47:50: gerade wenn man noch jünger ist hat man da vielleicht viel mehr Berührungsängste.
00:47:54: oh Gott ich muss dem dozentende E-Mail schreiben oder damals nach der Stunde hingehen.
00:47:59: und was fragen?
00:48:00: Die sind in der Regel alle sehr daran interessiert, dass ihr auch Spaß am Studium habt.
00:48:04: Dass ihr euer Studium schafft.
00:48:06: Keiner möchte euch irgendwie bewusst rauskicken und deswegen fragt er auch gerne nach.
00:48:11: Die Übungsgruppenleiter sind eh immer meist erste Sahne und machen das super.
00:48:15: geht in die Übungen.
00:48:16: Übung sind wichtiger als Vorlesungen ist noch so ein Tipp und vernachlässigt nicht das andere Leben wenn ihr Partys mögt.
00:48:24: geht auf Parties Wenn ihr Sport mögt, geht zum Sport Habt Spaß, ist eine super Zeitestudium.
00:48:31: Und ja das ist jetzt nicht so diese schreckliche Phase wo man durch muss bevor man arbeitet sondern wenn man sich schön macht kann es eine richtig schöne Zeit werden.
00:48:40: Das klingt auch motivierend und in dem Sinne liebe Claudie vielen Dank für deine Insights dass du auch so viele Sachen mit uns geteilt hast die vielleicht mal Ein bisschen exklusiv hatte ich, dass man ja so erfahren kann.
00:48:52: Richtig cool!
00:48:53: Auch die Einblicke in das Thema Business und Consulting aber auch eben den wissenschaftlichen Blick, den du mitbringst.
00:48:59: Wir sind gespannt, was du als nächstes noch alles machst und startest in den vielen Rollen, die du hast.
00:49:04: Und herzlichen Dank, dass du hier im Forschungsimpuls warst.
00:49:08: Vielen lieben Dank.
00:49:08: es war ein sehr schönes Gespräch hat mich gefreut.
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